auftritt!

  • Reden und kompetent kommunizieren werden häufig verwechselt.Setzen Sie mit unseren Kommunikationstrainings auf Letzteres.

  • Die Qualität der Führungskommunikation hat massgebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg.

  • Sind Sie bereitfür Ihren nächsten Auftritt?

  • Investieren Sie in die Kommunikationskompetenz Ihrer Teams.Davon profitieren Arbeitsklima und Umsatz.

  • Die Zufriedenheit und die Zielerreichung der Mitarbeiterlassen sich mit einer kompetenten Kommunikationskultur erheblich steigern.

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Services

Unsere Dienstleistungen

Unsere Kurse sind darauf ausgerichtet, Sie in einem geschützten und vertraulichen Rahmen auf herausfordernde Gespräche oder wichtige Präsentationen zu trainieren. Wir verbinden langjähriges Know-how in Kommunikationswissenschaften aus Praxis und Theorie mit schauspielerischen Fähigkeiten, um möglichst realistische Gesprächssituationen zu simulieren und die Teilnehmer auf den Härtefall vorzubereiten. Zu einer kompetenten Führungs- und Teamkommunikation gehört auch der Umgang mit Lampenfieber, das nicht nur auf der Bühne, sondern auch vor dem Beamer und bei Telefon- oder Videokonferenzen Einzug hält.

Persönlicher Auftritt
Erfolgreich Gespräche führen

Wie erfolgreich Sie und Ihre Abteilung vorgegebene Ziele erreichen, hängt wesentlich davon ab, wie innerhalb des Teams miteinander umgegangen wird und wie hoch die Kommunikationskompetenz aller Beteiligten ist. Mit unseren Trainings lernen Sie, wie schwierige Gespräche erfolgreich und nachhaltig zu meistern sind. Dieses Modul eignet sich auch, um die kommunikativen Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter zu verbessern. Damit steigern Sie die Zufriedenheit innerhalb des Teams, dessen Effizienz und den Unternehmenserfolg. 

Um die Trainings zu optimieren, werden unsere Rollenspiele möglichst realitätsgetreu durchgeführt und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Teilnehmer zugeschnitten.
Die Kommunikationstrainings für eine erfolgreiche Gesprächsführung richten sich an:

  • Führungskräfte und Teamleiter
  • Mediensprecher
  • HR Mitarbeiter
  • Kundenberater, Aussendienstmitarbeitende
  • ganze Teams

Kursziele:

  • kommunikative Fertigkeiten für unterschiedliche Gesprächssituationen erlernen
  • sich der eigenen Körpersprache bewusst werden und die nonverbale Kommunikation perfektionieren
  • den eigenen Auftritt dank erlernter Rhetorik-Methoden verbessern
  • unterschiedliche Kommunikationsmodelle kennen lernen und auf konkrete Gesprächssituationen anwenden
  • den Gesprächspartner besser verstehen (verschlüsselte Botschaften erkennen)
  • Umgang mit Lampenfieber
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Persönlicher Auftritt
Rhetorik- und Präsentations-Technik

Was bei professionellen Rednern als spielerisch leicht und improvisiert erscheint, ist in den meisten Fällen bis ins kleinste Detail einstudiert. Ein sicheres und authentisches Auftreten verleiht Ihrer Rede oder Ihren Argumenten die nötige Schlagkraft, um Ihr Publikum (Mitarbeitende, Vorgesetzte, Journalisten etc.) zu überzeugen. Rhetorische Fertigkeiten können erlernt werden und helfen in allen Kommunikationssituationen des beruflichen Alltags.

Wie Sie auftreten und eine Botschaft vermitteln, ist genauso wichtig wie der Inhalt der Nachricht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Reden und Präsentationen eindrucksvoll gestalten, mit Lampenfieber umgehen und die volle Aufmerksamkeit Ihres Publikums erhalten – immer mit dem Ziel, Ihre Kernbotschaften zu platzieren und zu überzeugen.

Die Kommunikationstrainings für Rhetorik- und Präsentationstechnik richten sich an:

  • Führungskräfte und Teamleiter
  • Mediensprecher
  • Kundenberater, Aussendienstmitarbeitende
  • alle Mitarbeiter, die präsentieren müssen

Kursziele:

  • Dramaturgie einer perfekten Präsentation erlernen
  • Körper- und Sprache dank Kamera-Übung bewusster wahrnehmen
  • Kernbotschaften vermitteln können
  • den eigenen Auftritt dank erlernter Rhetorik-Methoden verbessern
  • gekonnter Einsatz nonverbaler Kommunikation (Körpersprache)
  • Umgang mit Lampenfieber
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Schriftlicher Auftritt
Redaktionelle Arbeit

Der Internetauftritt sowie jedes Schreiben sind die persönliche Visitenkarte Ihres Unternehmens. Wir unterstützen Sie im Texten, Redigieren sowie Vermitteln von Kernbotschaften und helfen Ihnen, sich auch schriftlich im richtigen Licht zu präsentieren.

Im persönlichen Dialog kann die Erwartung des Gesprächspartners jederzeit ermittelt werden. Anders beim schriftlichen Auftritt: Hier sind die Inhalte so zu formulieren, dass der Leser die Antwort auf seine Erwartungshaltung findet. In unserer schnelllebigen Zeit gilt es, die Aufmerksamkeit des Lesers zu packen und die Sprache kurz, bündig und präzise zu halten mit dem Ziel, Ihre Kernbotschaften zu platzieren. Dies gilt für den Prospekt oder Kundenbrief ebenso wie für die Internetseite oder einen Blog.  

Ihrem schriftlichen Auftritt in Deutsch, Englisch und Französisch verhelfen wir zu mehr Professionalität beim Verfassen, Redigieren und Übersetzen von:

  • Pressemitteilungen
  • Reden und Kernbotschaften
  • internen Kommunikationsmedien
  • Kundenbriefen
  • Internetauftritten / Blogs
  • sonstigen Broschüren und Prospekten für interne und externe Stakeholder
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Audrey Jourdan Modarres

Audrey Jourdan Modarres

"Ich bin stolz, wenn die Kursteilnehmer beim Training aufblühen, ihr Lampenfieber abschütteln und danach grossartig auftreten."
Mehr über Audrey
Audrey Jourdan Modarres

Audrey Jourdan Modarres

  • in Hongkong aufgewachsen und zur Schule gegangen
  • Lizenziat in Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalistik und Zeitgeschichte an der Universität Fribourg
  • langjährige Erfahrung als Mediensprecherin in international tätigen Konzernen (Puma, Rado Watches, Sonova), in Unternehmenskommunikation und PR, Krisenkommunikation sowie Reputationsaufbau
  • PR-Mandate und Kursleitung für Medien- und Präsentationstrainings (unter anderem für die Eidgenössische Personalverwaltung) als selbständige Kommunikationsberaterin
  • Erfahren im Bereich der redaktionellen Arbeit (texten, redigieren, übersetzen)
  • Deutsch, Englisch und Französisch verhandlungssicher in Wort und Schrift
  • verheiratet, zwei Kinder
Reto Sperisen

Reto Sperisen

"Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Auftritt – im Berufsalltag, auf der Bühne oder vor Ihnen!"
Mehr über Reto
Reto Sperisen

Reto Sperisen

  • in Solothurn aufgewachsen und zur Schule gegangen
  • Lizenziat in Germanistik und Geschichte; Studium an den Universitäten Basel, Wien und Freiburg im Breisgau
  • Ausbildung als Kommunikationstrainer im Fachstab „Management-, Informations- und Kommunikationsausbildung der Armee“; Entwicklung und Leitung diverser Kommunikationskurse, u.a. „Führungskommunikation“ und „Interpersonelle Kommunikation“ im Rahmen des CAS (Certificate of Advanced Studies) Krisenkommunikation
  • über 10 Jahre Lehrtätigkeit als Gymnasiallehrer an der Kantonsschule Olten, Unterricht in den Fächern Deutsch, Medienkunde, Theater und Geschichte
  • verheiratet, ein Kind

Beiträge

Aus der Kommunikationskiste

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    16.12.2016 - Freuet euch, es weihnachtet doch!

    Freuet euch, es weihnachtet doch!

    Kerzenlicht, feine Guetzli, Adventskalender, Weihnachtsmärkte, leuchtende Kinderaugen – dies und vieles mehr gehört in die Adventszeit. Die Vorfreude ist gross und man bereitet sich auf das Fest der Feste vor. An Heiligabend trifft man sich in der Familie zu einem feinen Essen und ist gespannt auf die Geschenke, die einen erwarten. Das Wichtigste ist jedoch die Harmonie, die an diesem Abend vorherrschen soll (muss!). Man nimmt sich vor, gerade am Weihnachtsabend, am „Fest der Liebe“, keine alten Konflikte aufkommen zu lassen... Und PENG – plötzlich holt es einen ein und die familiäre Situation eskaliert! Weiterlesen
    16.12.2016 - Freuet euch, es weihnachtet doch!

    Freuet euch, es weihnachtet doch!

    Kerzenlicht, feine Guetzli, Adventskalender, Weihnachtsmärkte, leuchtende Kinderaugen – dies und vieles mehr gehört in die Adventszeit. Die Vorfreude ist gross und man bereitet sich auf das Fest der Feste vor. An Heiligabend trifft man sich in der Familie zu einem feinen Essen und ist gespannt auf die Geschenke, die einen erwarten. Das Wichtigste ist jedoch die Harmonie, die an diesem Abend vorherrschen soll (muss!). Man nimmt sich vor, gerade am Weihnachtsabend, am „Fest der Liebe“, keine alten Konflikte aufkommen zu lassen... Und PENG – plötzlich holt es einen ein und die familiäre Situation eskaliert!

    Die vorweihnachtliche To-do-Liste ist lang: Basteln, backen, Samichlaus bestellen, Geschenke kaufen, Geschenke einpacken, Weihnachtsessen mit dem Team, Weihnachtsapéro mit dem Verein, Jahresabschluss im Geschäft, Baum kaufen, Baum schmücken, Weihnachtskarten schreiben, Treffen mit Götti/Gotti, Eltern/Grosseltern, Cousins und Geschwistern organisieren und koordinieren, einkaufen, kochen, dekorieren und und und. Unsere Gefühle werden gleichsam kanalisiert auf den einen Abend. In einem Stern-Artikel von Stephan Grünewald ist zu lesen: „Vor allem das Weihnachtsfest bedient die wachsende Sehnsucht nach der verlorenen Ganzheitlichkeit. In einem glanz- und weihevollen Jahres-Happy-End sollen sich ideale Vorstellungen von Harmonie und Zusammenhalt, von umfassender Liebe und Bergung, von gespannter Ruhe und freudig bewegter Musse einlösen.“ Er spielt damit auf die (zu) hohen Erwartungen an, die wir an den Weihnachtsabend haben. Das Fest wird idealisiert. An Weihnachten hat Harmonie zu herrschen!

    Die Weihnachtstage bringen aber tatsächlich mehr Konflikte hervor, als einem lieb ist. Die menschlichen Bedürfnisse nach Liebe und Harmonie sollen an Weihnachten befriedigt werden – unausgesprochen. Und falls diese Erwartungen nicht erfüllt werden, sind wir enttäuscht. Harmonie kann aber nicht erzwungen werden, echte zumindest nicht. Oder anders ausgedrückt: Um Harmonie sollten wir uns das ganze Jahr bemühen, indem wir Konflikte gleich angehen und miteinander reden –nicht erst an Weihnachten.

    Häufig spielen nämlich genau schwelende Konflikte, die unter dem Jahr nie gelöst oder angesprochen worden sind, eine explosive Rolle. Wir tragen sie in uns bis ans Jahresende. Dass diese sich gerade am Weihnachtsfest entladen, leuchtet ein: Wenn eh schon viele Emotionen im Spiel sind, wieso auch nicht die negativen? Wir werden übermannt von Gefühlen und inmitten von Leuten, die wir (nur all zu gut) kennen, entlädt sich, was sich schon lange hätte entladen müssen.

    Also: Ansprüche runterschrauben, in der Vorweihnachtszeit Stress abbauen, die unterschiedlichen Erwartungen der Familienmitglieder klären, schwelende Konflikte im Voraus ansprechen und vor allem – miteinander kommunizieren. Frohes Fest!

    Literatur:

    Schnabel, Ulrich: Was kostet ein Lächeln? Von der Macht der Emotionen in unserer Gesellschaft, Blessing Verlag 2015.

    Wolf, Doris; Merkle, Rolf: Gefühle verstehen. Probleme bewältigen, PAL Verlag 1993.

    Emotionen (online) http://dubistgenug.de/emotionen-kontrollieren-emotionen-unterdruecken

    Gefühle (online): http://de.wikihow.com/Die-eigenen-Gefühle-kontrollieren

    Weihnachtsstress (online): http://www.stern.d/weihnachten-das-fest-der-gemischten-gefuehle

    Weihnachtskrach (online): http://www.focus.de/gesundheit/ticker/ratgeber-weihnachtskrach-muss-nicht-sein

     

     

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    11.11.2016 - Lieber ich statt du

    Lieber ich statt du

    „Aber du hast doch behauptet, das Datum gehe dir! Du hast deine Agenda nicht im Griff!“ Wie fühlen Sie sich, wenn Sie so etwas zu hören bekommen? Diese Aussage tönt nach einem Vorwurf und einer Zurechtweisung zugleich. Der Sender dieser Botschaft wählt die Du-Formulierung, weil er offensichtlich sein Gegenüber ansprechen will. So genannte „Du-Botschaften“ bedeuten, dass man etwas „über den anderen“ aussagt. Sind die Aussagen – wie in unserem Beispiel – negativ, dann fühlt sich der Gesprächspartner oft schnell angegriffen. Er zieht sich zurück oder greift auch an. Weiterlesen
    11.11.2016 - Lieber ich statt du

    Lieber ich statt du

    „Aber du hast doch behauptet, das Datum gehe dir! Du hast deine Agenda nicht im Griff!“ Wie fühlen Sie sich, wenn Sie so etwas zu hören bekommen? Diese Aussage tönt nach einem Vorwurf und einer Zurechtweisung zugleich. Der Sender dieser Botschaft wählt die Du-Formulierung, weil er offensichtlich sein Gegenüber ansprechen will. So genannte „Du-Botschaften“ bedeuten, dass man etwas „über den anderen“ aussagt. Sind die Aussagen – wie in unserem Beispiel – negativ, dann fühlt sich der Gesprächspartner oft schnell angegriffen. Er zieht sich zurück oder greift auch an.

    Der Gegenbegriff zu diesen „Du-Botschaften“ sind „Ich-Botschaften“, d.h. wir reden über uns selbst, statt über den anderen. Mit anderen Worten: Ich rede über meine Gefühle bzw. mein Verständnis oder mein Erleben der Situation. Damit kann ich über dasselbe Problem reden, wirke aber weder verletzend noch anschuldigend. Aus dem eingangs formulierten Satz wird etwa folgende Ich-Botschaft: „Ich habe mich auf unser Treffen am abgemachten Datum gefreut. Ich bedaure es, dass wir uns dann nicht treffen können.“ Mit dieser Formulierung spricht das Ich über das eigene Befinden und fasst in Worte, was die Handlung des Anderen („Er hat seine Agenda nicht im Griff“) bei einem selbst auslöst. Auch dieser Satz zwingt den Empfänger zu einer Reaktion, denn er wird auf diese Formulierung etwas entgegnen wollen. Allerdings kommt es wahrscheinlich nicht zu einer Streitsituation, in der die Gesprächspartner einander Vorwürfe machen.

    Eine „Ich-Botschaft“ sollte zunächst immer sachlich sein. Man beschreibt die konkrete Situation, weshalb man sich zum Beispiel ärgert. Dabei werden in einem zweiten Schritt die eigenen Gefühle geäussert, die dabei erlebt werden. Und natürlich versucht man dem Gegenüber die Auswirkungen seines Verhaltens mitzuteilen – auch dies in der Ich-Form. Diese Art der Formulierungen ist gewöhnungsbedürftig. Wer sich jedoch die Zeit nimmt, um „Ich-Botschaften“ zu verwenden, der kommuniziert erfolgreicher. Teilt man dem Gegenüber seine eigenen Gefühle mit, stellt man sich als Mensch mit Gefühlen und Bedürfnissen. Damit lassen sich Abwehrreaktionen des Gegenübers vermeiden. Jemandem zu sagen, dass er sich generell unzuverlässig verhält, wirkt pauschal abwertend. Aus dem „Du kommst immer zu spät!“, was eine übertriebene und angriffige Pauschalisierung ist, wird ein „Ich habe bereits zweimal vergebens auf dich gewartet. Dies nervt mich.“

    Ich-Botschaften entschärfen auch festgefahrene Situationen. Sie können eingesetzt werden, um einen Streit zu beenden, denn sie machen es dem anderen leichter nachzugeben und einzulenken. In unseren zugeschnittenen Rollenspielen können genau solche Situationen geübt werden. Damit sind Sie privat und am Arbeitsplatz bereit für einen gewinnbringenden und auf Offenheit ausgelegten

    auftritt!

    Text: Reto Sperisen

     

    Literatur:

    http://www.philognosie.net/index.php/tip/tipview/16/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-Botschaft

    http://www.best-practice-training.de/ich-botschaften-jede-woche-eine-neue-ich-botschaft/

     

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    19.09.2016 - Ode an das Lampenfieber

    Ode an das Lampenfieber

    Ich spiele sehr gerne Theater. Die Minuten und Sekunden vor dem eigentlichen Auftritt zählen jedoch zu den (gefühlt) schlimmsten Momenten meines Lebens: Mein Herz klopft so laut und schnell, dass mir schlecht wird, mein Bauch rumort, meine Hände sind feucht. Instinktiv möchte ich die Flucht ergreifen, mich selbst dafür zum Mond schliessen, weil ich mir ein solch stressiges Hobby antue. Genauso verhält es sich, wenn ich eine Präsentation halten oder einen Kurs leiten muss. In diesen Momenten wünschte ich mir, ich hätte nicht einen Beruf gewählt, bei dem ich permanent vor Leuten stehen und reden muss. Aber ich tue es, da ich den „Kick“ liebe, den ich bei solchen Auftritten bekomme. Ich brauche das Lampenfieber! Damit mir dadurch der perfekte Auftritt gelingt! Weiterlesen
    19.09.2016 - Ode an das Lampenfieber

    Ode an das Lampenfieber

    Ich spiele sehr gerne Theater. Die Minuten und Sekunden vor dem eigentlichen Auftritt zählen jedoch zu den (gefühlt) schlimmsten Momenten meines Lebens: Mein Herz klopft so laut und schnell, dass mir schlecht wird, mein Bauch rumort, meine Hände sind feucht. Instinktiv möchte ich die Flucht ergreifen, mich selbst dafür zum Mond schliessen, weil ich mir ein solch stressiges Hobby antue. Genauso verhält es sich, wenn ich eine Präsentation halten oder einen Kurs leiten muss. In diesen Momenten wünschte ich mir, ich hätte nicht einen Beruf gewählt, bei dem ich permanent vor Leuten stehen und reden muss. Aber ich tue es, da ich den „Kick“ liebe, den ich bei solchen Auftritten bekomme. Ich brauche das Lampenfieber! Damit mir dadurch der perfekte Auftritt gelingt!

    Laut „The Book of Lists“ von William Morrow haben „nur“ 18% der Befragten Angst vor Krankheiten und Tod. Im Vergleich: 41% der Befragten haben Panik vor dem Reden vor Menschen! Wenn also deutlich mehr Menschen Redeangst als Todesangst haben, dann ist es höchste Zeit, sich dem Thema Lampenfieber zu stellen. Jeder Mensch ist einmal in der Situation, vor anderen reden zu müssen und dabei seine Kompetenz unter Beweis zu stellen: beim Vorstellungsgespräch, bei der Präsentation vor dem eigenen Team oder der Geschäftsleitung, vor den Investoren, beim Pressegespräch, als Lehrer vor seinen Schülern, als Doktorand bei der Thesenverteidigung und und und. Die Liste ist unerschöpflich.

    Was uns allen gleich ist: Wir haben Angst, uns öffentlich blosszustellen. Wir haben Angst zu versagen, von den anderen verurteilt oder ausgelacht zu werden. Die meisten unter uns stehen nicht gern im Rampenlicht. Obwohl es sehr ruhmreich sein kann, im Mittelpunkt zu sein – damit kann man zur Zielscheibe werden für Kritik.

    Lampenfieber ist kein neuartiges Phänomen, das im Zuge von endlosen „Powerpoint- Folienschlachten“ erfunden wurde. Lampenfieber ist nichts anderes als ein Geschenk unserer Steinzeitvorfahren, bei Stress- oder Gefahrensituationen genügend Adrenalin in unseren Kreislauf zu pumpen, damit wir die Kraft haben, so schnell wie möglich wegzurennen. In unserer heutigen Zivilisation brauchen wir das Adrenalin, um zu „performen“. Lampenfieber gibt uns Kraft und Energie, setzt uns „unter Strom“. So sind wir fokussiert und auf die Sache konzentriert, wachsam und agil.

    Was wir lernen müssen, ist der Umgang mit Lampenfieber. Als Kommunikationstrainer und Schauspieler öffnen wir unsere Trickkiste, damit auch Sie sich Ihr eigenes Lampenfieber zu Nutze machen können. Meinem Fluchtinstinkt vor einem Auftritt bin ich übrigens nie gefolgt. Denn ich weiss, sobald ich auf der Bühne oder vor meinen Kunden stehe, sind die Ängste verdrängt. Und genauso weiss ich, dass sie beim nächsten Mal wieder da sein werden. Zum Glück, denn nur dank Lampenfieber sind wir bereit für einen perfekten

    auftritt!

    Text: Audrey Jourdan Modarres / Copyright auftritt! GmbH

    Quellen:

    http://www.rhetorik.ch/Redeangst/Redeangst.html

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